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Neuseeland

8. Südinsel Teil 5


Am nächsten Tag waren wir an unserem Ziel, dem "Fox-Gletscher" angekommen.
Wir machten dort eine einstündige Wanderung.
Gleich zu Beginn standen wir einer riesigen Felswand gegenüber.

Auch auf dem Weg zum Gletscher hatten wir schöne Ausblicke.

Nach einem steilen Weg bergauf, konnten wir schließlich einen kleinen Teil des 13 Kilometer langen Gletschers sehen, der sich über 2600 Höhenmeter erstreckt.
Er ist einer der wenigen Gletscher, dessen Ende sich im Regenwald befindet.

Hier kann man gut erkennen, wie weit der Gletscher für diesen Sommer schon zurück gegangen ist.


Danach fuhren wir in die Richtung des "Franz-Josef-Gletscher". Wir parkten auf einem Campingplatz mit gutem Ausblick auf die Berge, die sich um uns herum befanden.

Im Anschluss besuchten wir die kleine Stadt, dabei entdeckten wir, dass es hier den höchsten Fallschirmsprung der Südhalbkugel mit 19.000 Fuß Höhe und 75 Sekunden freien Fall gibt. Hätte ich das früher gewusst, hätte ich den Sprung natürlich hier gewagt!


Am nächsten Morgen ging es für uns zum "Franz-Josef-Gletscher". Auf dem Weg zum Parkplatz konnten wir schon erkennen, welch schönes Bergparadies uns erwarten sollte.

Auf dem Wasser eines Flusses befand sich eine dicke Nebelschicht, was bei sonnigem Wetter hervorragend aussah. Leider konnte man das auf einem Foto einer Handykamera nicht gut erkennen.

Am Parkplatz angekommen, machten wir eine zweistündige Wanderung durch die Berglandschaft.

Auf dem Wanderweg kamen wir nach kurzer Zeit zu einem mehrspurigen Wasserfall.

 

Doch auch auf dem gesamten Weg konnte man überall Wasserfälle erkennen, die den kompletten Berg hinab flossen.

Am Rande des Weges fanden wir einen einzelnen Eisklotz. Dies konnte eigentlich nur heißen, dass jemand direkt zum Eisgletscher gegangen war, was strengstens verboten ist und diesen Eisklotz dann von dort den ganzen Weg zurückgetragen hatte.

 

Am Ende angekommen, sahen wir nun den Gletscher aus nächster Nähe.


Der "Fox-" und der "Franz-Josef-Gletscher" gehören zu den wenigen Gletschern auf der Welt, die man einfach und bequem durch einen kurzen Wanderweg erreichen kann.
Sie bewegen sich fast 10-Mal schneller als die meisten anderen Talgletscher.
Am Himmel sieht man ununterbrochen Helikopter mit Touristen, die sich auf die Gletscher fliegen lassen. Außerdem kann man auch Touren buchen, bei denen man faszinierende Eishöhlen erforschen, oder den Gletschern näher kommen kann.


Anschließend machten wir uns auf den Weg nach "Hokitika". Da schönes Wetter war, gingen wir zum Strand.

Dort ist ein begehbares Schiff, dass man schon aus der Ferne sehen kann und mit dem Meer im Hintergrund überragend aussieht.

Am Strand stehen überall verschiedenartigste Skulpturen. Dort fand kurz zuvor ein Wettbewerb statt, bei dem alles was sich am Strand befand und was das Meer angespült hatte, dazu genutzt wurde, in Skulpturen zu verwandeln.

Am Tag darauf fuhren wir zum "Strongman Mine Memorial" und machten dort Brotzeit mit Aussicht auf den Strand.

Danach besuchten wir die "Pancake Rocks" und "Blowholes". Den Namen haben die Felsen bekommen, da sie aussehen, wie übereinander gestapelte Eierkuchen.
Zwischen den Felsen befinden sich Löcher ("Blowholes"), durch die Wasserfontänen nach oben spritzen, wenn man bei Flut da ist.
Ein ca. 30 minütiger Rundweg führte uns auf verschiedene Plattformen mit traumhaften Aussichten auf das Meer und die Felsen.

Im Anschluß fuhren wir zum "Irimahuwhero View Point". Von dort aus hatte man eine gute Sicht auf den "Meybille Bay".

Am 31. Januar hatte Carina dann schließlich ihren 20. Geburtstag.
Wir setzten unsere Reise zu den "Riwaka Resurgence" fort. An dieser Stelle entspringt der "Riwaka River" aus dem Berg.
Bei etwas mehr Sonnenschein hätten wir das sehr klare Wasser in seinen türkisen Farben sehen können.

Danach ging es weiter zum "Wharariki Beach", der nach 20 minütiger Wanderung durch eine saftig grüne Hügellandschaft erreicht werden kann. Dort waren auch sehr viele Schafe zu Hause.


Bevor wir uns auf den Weg Richtung Strand machten, sahen wir bei den Parkplätzen noch ein Paar bunte Pfaue und ein gemütliches Café mit Hängematten.

Am Strand war gerade das Wasser ein bisschen zurück gegangen, sodass wir in eine Bucht gehen konnten. Wir erschraken sehr, als wir nur wenige Meter entfernt zufällig und völlig unbedacht mehrere gut getarnte Robben entdeckten, die dort schliefen.

Der weiße Sandstrand soll einer der schönsten Strände der Welt sein!


Am darauf folgenden Tag konnten wir nichts unternehmen, da es sehr heftig stürmte und regnete.
Gott sei Dank hatte sich das Wetter am Tag danach trotz schlechter Wettervorhersage wieder beruhigt und die Sonne war wieder am Himmel zu sehen.
Der Wettervorhersage in Neuseeland kann man nie glauben, denn öfter ist das Wetter dort komplett anders als vorhergesagt!

Wir hatten wirklich sehr großes Glück, dass sich das schlechte Wetter wieder verzogen hatte. Wir hätten sonst eines der schönsten Teile der Südinsel verpasst, da wir schon Tage zuvor die Fähre zurück zur Nordinsel gebucht hatten: den "Abel Tasman National Park".

Dies ist ein Naturschutzgebiet, welches einen langen Wanderweg entlang der Strände und durch die Berge beinhaltet.
Ein echtes Küstenparadies, das man zu Fuß, mit einem Kajak, einem Wassertaxi oder einem Katamaran erkunden kann.
Man kann dort immer wieder zwischendurch Pausen an den schönen Stränden machen und zur Ruhe kommen.

Für die gesamte Wanderung des "Abel Tasman Coast Tracks" benötigt man zwischen drei bis fünf Tagen. Man kann in einer luxuriösen Lodge, oder unter freiem Sternenhimmel in der Natur übernachten.

Insgesamt wanderten wir ungefähr vier Stunden an der Küste entlang, bis zum "Stillwell Bay".

Zwischendurch stoppten wir immer wieder bei den kleinen Stränden oder Buchten.
Der "Apple Tree Bay" ist einer der schönsten von ihnen. Mit fantastischem Blick auf eine kleine Insel.

Aber auch der "Coquille Bay" ist einen Besuch wert.

Zwischendurch entdeckten wir immer wieder kleinere Wasserfälle oder Bäche, die an uns vorbei ins Meer flossen.

Auf dem Rückweg wurde es dann auch immer wolkiger und die Ebbe trat ebenfalls ein. Immer wieder erstaunlich, wie schnell sich ein Paradies innerhalb von zwei Stunden verändern kann!

Hier tauchten dann auch viele Nachrichten auf, die Besucher mit Steinen über längere Zeit bei Ebbe hinterlassen hatten und die trotz Flut teilweise bestehen blieben.


Am Tag darauf fuhren wir dann mit der Fähre wieder zurück auf die Nordinsel.

Und wie es auf der Nordinsel weitergeht, findet ihr hier:  https://vakantio.de/stefsabenteuer

Mein maximaler Speicher von 500 Bildern ist leider voll und ich musste mir leider eine neue Seite suchen!

 

 

7. Südinsel Teil 4 (u.a. Fallschirmsprung)


Auf dem Weg von Queenstown nach Wanaka hielten wir noch an den "Roaring Meg Falls", dort sahen wir eine Gruppe beim "River Boarding". Hier wird sich mit dem Bauch auf kleine Surfbretter gelegt und mit der starken Strömung des "Kawarau Rivers" geschwommen. Hätten wir dies schon früher entdeckt, hätten wir es auf jeden Fall auch ausprobiert!

Danach besuchten wir "Puzzling World".

Das Wort "puzzling" bedeutet im Deutschen "rätselhaft", heißt so viel wie: hier sollen Besucher so richtig verwirrt werden und einfach erscheinende Aufgaben sind plötzlich schwerer als gedacht.
So war es dann auch gleich beim Betreten des Gebäudes, verteilt auf mehreren Tischen lagen kinderleicht erscheinende Puzzles zum Lösen. Diese erwiesen sich allerdings als sehr knifflig und wir verbrachten mehr Zeit als ursprünglich geplant damit.


Außerdem gibt es dort noch einen schiefen Raum, der zu 15 Grad geneigt ist.
Ein kleiner Trick mit extremer Wirkung, so kann es passieren, dass du der kleinen Schräge nicht standhältst. Wir waren froh, als wir diesen Raum wieder verlassen hatten.
Einen "Ames Forced Perspective Room" gibt es dort ebenfalls. Hier sieht man wie es z.B. bei "Herr der Ringe" möglich ist, dass kleine Zwerge neben großen Zauberern stehen, während die Darsteller jedoch gleich groß sind und nur in Ausnahmefällen auf Kleinwüchsige zurückgegriffen wird. Eine Kamera im Raum nimmt auf, wie man mit fünf Schritten zur Seite plötzlich zwergenklein oder riesengroß werden kann.
Zudem ist dort noch die "Hall of Following Faces", bei der wir von 68 berühmten Augenpaaren ununterbrochen beobachtet wurden.
Draußen steht ein schiefer Turm, bei dem wir so posieren konnten, dass es auf Fotos rüber kam, als würden wir den Turm halten.


Des Weiteren fanden wir dort ein Labyrinth vor, was einfach aussah uns jedoch sehr lange beschäftigte. Der eigentliche Weg ist 1,5 Kilometer lang, jedoch legt man im Durchschnitt ca. drei bis fünf Kilometer zurück.


Insgesamt verbrachten wir in "Puzzling World" ungefähr zwei Stunden.

 

Im Anschluss fuhren wir zum Wanaka Airport und ich informierte mich über Fallschirmsprünge. Hier konnte ich zwischen einem 12.000 Fuß hohen Sprung aus einem Flugzeug, oder einem 15.000 Fuß hohen Sprung wählen. Außerdem konnte ich für spektakuläre Aufnahmen einen zweiten Kameramann wählen, der einen extra beim Flug begleitet. Ich dachte mir, wenn ich dieses spektakuläre Ereignis schon einmal im Leben mache, dann wähle ich gleich das Gesamtpaket!
Ich buchte also einen Sprung für den nächsten Tag.

Nun brauchten wir erst einmal was zu essen, sodass wir in die Innenstadt von Wanaka fuhren und in einem gemütlichen Restaurant an der Promenade vom "Wanaka Lake" Pizza aßen.
Anschließend kugelten wir zum See und legten uns entspannt nieder.

 

Am nächsten Morgen war ich dementsprechend nervös, als ich am Flughafen eintraf.

Zuerst musste ich ein paar Formulare ausfüllen und mir wurde ein Video gezeigt, mit allen wichtigen Informationen.
Im Anschluß wurde ich eingepackt und vergurtet und ich lernte meinen Sprungpartner, von dem mein Leben abhängen würde und den Kameramann, der mich auf meinem Flug begleitet kennen. Beide waren sehr nett und wir verstanden uns blendend, sodass meine Nervosität sank.


Bevor es zum Flugzeug ging, wurde noch ein kurzes Video von mir gedreht, ich wurde gefragt, wie es mir denn ginge und ob ich nervös sei.
Danach ging es mit fünf weiteren Fallschirmspringern und deren Sprungbegleitern zum Flugzeug und wir saßen eng aneinander gereiht hintereinander. Platzangst sollte man hier nicht haben.
Nach ein paar Minuten öffnete sich die Tür und einer nach dem anderen sprang hinaus.
Nachdem sich die Tür wieder schloss, musste ich feststellen, dass alle anderen Sprünge aus 12.000 Fuß Höhe gewählt hatten und ich der einzige Übergebliebene war, der sich für den 15.000 Fuß Sprung entschieden hatte.
Mir wurde eine Art Sauerstoffmaske aufgesetzt, als wir nun die letzten 3000 Fuß antraten.
Dadurch stieg meine Nervosität dann doch wieder ein wenig.
Als wir dann oben angekommen waren, öffnete sich wieder die Türe und wir sprangen in die Tiefe.


Ein atemberaubendes Gefühl, ich flog mit 200 km/h durch die Wolken, mein Fallschirmpilot an meinem Rücken befestigt und der Kameramann ein paar Meter vor mir. Ab und zu war er auch über, unter, oder hinter mir.
Ich wurde dazu animiert ein paar Grimassen zu schneiden und ein wenig für die Bilder und das Video herumzualbern, was mir jedoch relativ schwer fiel, mit Blick Richtung Boden.


Nachdem sich der Kameramann von mir per Handschlag verabschiedete, öffnete sich nach 60 Sekunden freiem Fall der Fallschirm und ich wurde ruckartig wieder in die Höhe gezogen.

Nun konnte ich die spektakuläre Aussicht entspannter genießen, während wir langsam durch die Lüfte segelten. Zwischendurch durfte ich auch den Fallschirm lenken.
Als wir uns dann zur Landung bereit machten, wurde es kurzzeitig etwas schneller. Unten angekommen wartete bereits der Kameramann wieder auf uns, filmte die Landung und interviewte mich direkt zu meinem Erlebnis.


Als ich mein Flugoutfit abgelegt hatte, meine wartende Freundin antraf und ihr von meinem aufregendem Abenteuer erzählte, wurde ich schon nach kurzer Zeit von einer Mitarbeiterin unterbrochen. Sie teilte mir mit, dass ich noch einmal springen dürfte, da man auf dem Video sah, dass bei meinem Absprung die Brille nicht richtig in meinem Gesicht befestigt wurde und schief war. Mir war das während des Fluges vor lauter Adrenalin nicht aufgefallen und der Kameramann hatte es zu spät gesehen.
Ich wusste in diesem Moment nicht, ob ich mich freuen sollte, noch einmal springen zu dürfen. Ich war eigentlich eher froh den Sprung hinter mich gebracht zu haben und froh, dass alles sicher geklappt hatte.
Jedoch konnte ich natürlich solch ein Angebot nicht ausschlagen, solch einen teuren Sprung noch einmal umsonst machen zu dürfen!
Also wurde ich ein weiteres Mal eingekleidet und in die Lüfte befördert. Und diesmal war ich nicht mehr aufgeregt und konnte den Sprung in vollen Zügen genießen. Grimassen schneiden und in die Kamera lächeln viel mir nun um einiges leichter. Es war allerdings genauso atemberaubend, wie beim ersten Sprung!
Wieder unten angekommen, wurden dann Videos und Fotos von beiden Sprüngen zusammen geschnitten und mir per USB-Stick überreicht. Die oben gezeigten Bilder sind vom Computer abfotografiert und haben deshalb nicht die beste Qualität.

Anschließend fuhren wir noch zum "Wanaka Tree", der zu einem bestimmten Zeitpunkt im Wasser steht.

Danach machten wir uns auf, zu unserem nächsten Ziel, dem "Fox"-Gletscher und dem "Franz Josef"-Gletscher.
Auf dem Weg dorthin, machten wir bei einem der vielen Lookouts des "Lake Hawea" halt.

 
Wenig später machten wir noch bei den "Blue Pools" Stopp und entspannten bei durchsichtigem und türkisem Wasser.

Im Anschluss fuhren wir zu den "Fantail Falls". Dort waren Steine zu kleinen Türmen von Besuchern aufeinander gestapelt, soweit das Auge reichte.
Auch wir fügten einen kleinen Turm hinzu.

Daraufhin fuhren wir noch zu den "Thunder Creek Falls".

 

 

6. Queenstown (Südinsel Teil 3)


Auf dem Weg nach Queenstown stoppten wir bei mehreren Lookouts um den wunderschönen "Lake Wakatipu" mit seinem hellblauen Wasser und seiner einzigartigen Bergkulisse drumherum zu genießen.

Er ist der größte See auf der Südinsel, hat das sauberste Wasser aller Seen in Neuseeland und man kann problemlos aus ihm trinken. Wenig später setzten wir die Fahrt Richtung Queenstown fort.

Als wir dann schließlich die "Abenteuerhauptstadt der Welt" erreicht hatten, erkundeten wir erst einmal die Innenstadt und entdeckten dort mehrere Markenläden und unzählige Agenturen, die verschiedenste Actionabenteuer anbieten. In Queenstown, das beliebteste Reiseziel für Touristen in Neuseeland, kann man beispielsweise Paragliding, Rafting, Mountainbiking, Reiten, Skifahren, Rennrodeln, Speedboat, Jet-Ski, Hang-Gliding und vieles mehr unternehmen. Außerdem gibt es dort "Hydro Attack", das erste U-Boot in Haiform der Welt.

Dort rast man in schnellster Geschwindigkeit auf und unter dem Wasser und schießt dann aus dem Wasser in die Höhe, sowie man es von Haien kennt.

Video: https://youtu.be/p8ekbRnH34M

Außerdem ist Queenstown das Zuhause des weltweit ersten kommerziellen Bungee-Standorts an der Kawarau Brücke (43 Meter), als auch des höchsten Bungeesprungs der Südhalbkugel, dem 134 Meter hohen "Nevis Bungy Jump".

Video: https://youtu.be/NpcXDw2cmLc

Zudem gibt es noch den "Shotover Canyon Swing", bei dem man in 109 Meter Höhe, wie beim Bungee-Jumping, erst 60 Meter frei fällt und dann 200 Meter über die Landschaft geschwungen wird. Wie man hier in die Landschaft katapultiert werden möchte, bleibt einem selbst überlassen, es gibt die Möglichkeiten mit einem Dreirad, einem Stuhl, einer Rutsche, Kopfüber, usw.

Video: https://youtu.be/DYVfduzQjyE

Zudem entdeckten wir die 1. Cookie Bar der Welt.

 

Nachdem wir uns ausreichend informiert hatten, fuhren wir mit einer der steilsten Seilbahnen der Welt auf den Gipfel des "Bob's Peak". Dort gibt es ein 47 Meter hohes Bungee-Jumping, bei dem man mit Anlauf und überragender Aussicht auf Queenstown in die Tiefe springen kann.

Außerdem sind dort mehrere Aussichtsplattformen vorhanden, die eine hervorragende Aussicht auf den "Lake Wakatipu", die Berge und Queenstown liefern.

Auch aus der Gondel hatten wir einen tollen Ausblick.

 

Bevor es zurück ins Tal geht, kann man mit der Gondel noch ein Stück höher fahren und von dort aus mit einer Art Rodelbahn ("Luge") den Hang hinunter brettern. Hier fährt man mit einem dreirädrigen Schlitten auf einer Straße den Hang hinunter durch Tunnel, Hügel und Kurven.
Video: https://youtu.be/pXNE-HFn5hc

Anschließend ging es dann auf einen riesigen Campingplatz am "Lake Hayes", von dem wir ebenfalls noch eine tolle Aussicht, einen wundervollen Sonnenuntergang und eine kleine Erfrischung genießen konnten.


Dort wurden wir auch zum ersten Mal von der Security auf "self-contained" überprüft.

Am nächsten Tag buchten wir eine Fahrt für eine Stunde mit dem "Thunder Jet-Boat" auf dem "Lake Wakatipu". Dort rasten wir 44 Kilometer mit lauter Musik und bis zu 90 km/h über den "Lake Wakatipu" und durch die "Kawarau Rivers". Bei 30 Grad konnten wir die Wasserspritzer, die bei spektakulären 360-Grad-Drehungen entstanden, gut gebrauchen. Wir fuhren traumhafte Gebiete ab, die man nur mit dem Boot oder dem Helikopter erreichen kann. Das Wasser war komplett hellblau und durchsichtig. Ein Trip, der sich für uns echt gelohnt hat!
Video: https://youtu.be/l3DwWlRKIbM

Danach legten wir uns noch am "Lake Wakatipu" nieder und bräunten uns ein wenig.

Wenig später nutzten wir dann die Möglichkeit einer Großstadt und gingen zum Italiener essen.

Am nächsten Morgen mussten wir früher aufstehen, da es für mich zum Paragliding ging. Ich wurde mit zwei Brasilianern und zwei Französinnen mit einem Bus in die Berge gebracht, wo wir dann auf unsere Piloten trafen. Jeder wurde befestigt und anschließend lief jeder mit seinem Piloten den steilen Hang hinunter bis wir schließlich in die Lüfte abhoben. Bei traumhaftem Wetter konnte ich Wälder, Seen und Hütten winzig klein unter mir lassen. Kurz bevor wir landeten, wurde ich gefragt, ob ich langsam zu Boden fliegen will, oder ob wir noch ein paar atemberaubende Stands ausprobieren sollten. Natürlich entschied ich mich für die actionreiche Variante. Es ging im rasanten Tempo von links nach rechts und unten nach oben.
Nach ca. 20 Minuten war das Abenteuer in der Luft zu Ende. Es wurden nebenbei Video- und Fotoaufnahmen getätigt, die ich anschließend kaufte.

 

Doch dies sollte nicht das letzte Abenteuer für heut gewesen sein. Ich wollte unbedingt zur "Kawarau Bridge", das Bungee-Jumping anschauen und auch selbst springen, doch ich merkte, wie ich hier an meine Mutgrenze stieß.
Man kann von verschiedenen Plattformen den lebensmüden Menschen zuschauen, wie sie sich in die Tiefe stürzen. Oder man verfolgt alles von innen, wo sich eine große Leinwand mit vier Kamerasichten befindet.


Nach ca. eineinhalb Stunden fühlte ich mich dann doch bereit und aus dem Nichts sagte Carina, dass sie es auch wagen wollen würde. Also nutzen wir die Möglichkeit zusammen einen Tandemsprung zu machen.
Als wir schließlich auf der Absprungplattform zusammengeknotet standen, scheiterte der vorherige Plan nicht in die Tiefe zu schauen und wir standen starr vor Schreck und kreidebleich in 43 Metern Höhe.
Ängstlicher konnte man auf einem Foto wohl kaum schauen:


Bei den ersten zwei "3-2-1-Kommandos" blieben wir regungslos stehen, was im Nachhinein sehr lustig war.
Doch dann ging es in die Tiefe und dieses Gefühl werden wir beide wohl nie vergessen. Es war das atemberaubendste, was ich bis dahin in meinem Leben gemacht hatte!


Entfesselt sackten wir unten auf das Schlauchboot und wir konnten es kaum fassen, dass wir trotz des sicheren Todes vor Augen noch lebten.


Ein absolutes Adrenalinabenteuer!
Im Anschluss kauften wir noch die Fotos und das Video vom Sprung.


An unserem letzten Tag in Queenstown legten wir uns in den "Queenstown Garden" und entspannten bei einem gemütlichen Picknick.

 

 



5. Südinsel Teil 2


Auf dem Weg Richtung "Lake Tekapo" stoppten wir noch kurz bei "Route 66", einer kleinen Gegend im "American Style". Dort gibt es z.B. alte Autos und alte Zapfsäulen. Außerdem sind dort unterschiedlichste Gegenstände zum Verkauf ausgestellt, wie beispielsweise alte Radios und Schallplatten.

Angekommen am "Lake Tekapo", hatten wir eine hervorragende Aussicht auf den türkisfarbenen See und in der Ferne konnte man den berühmten schneebedeckten "Mount Cook" erkennen.


Diese Region möchte von der "Unesco" sogar zum ersten Welt-Sterne-Kulturerbe erklärt werden, da weder Luftverschmutzung, noch städtische Beleuchtung den nächtlichen Himmel beeinflussen.

Direkt im Anschluss ging es von dort aus Richtung "Mount Cook". Dieser ist der höchste Berg Neuseelands mit stolzen 3724 Metern. Sein Gipfel ist rund 240 Tage in den Wolken versteckt, doch wir hatten Glück und konnten ihn erblicken.
Der Weg dorthin war sehr beeindruckend, da wir die gesamte Fahrt von gigantischen Bergen begleitet wurden. Natürlich hatten wir hier wieder einmal mit dem Wetter enormes Glück.

Deshalb machten wir dort auch eine ca. zweistündige Wanderung namens "Red Tarns Track", bei der wir oben angekommen, einen weiteren tollen Ausblick auf den "Mount Cook" genießen durften.

   

Wieder unten angekommen ging es dann zum nächsten beeindruckenden See, dem "Lake Pukaki".
An diesem verbrachten wir auch die Nacht auf einem Campingplatz. Hier hatten wir einen wundervollen Sonnenunter- und Sonnenaufgang, außerdem konnten wir einen traumhaften Sternenhimmel genießen.

 

Am nächsten Morgen ging es für uns dann wieder Richtung Ostküste nach Oamaru, dort verbrachten wir den Nachmittag im "Public Garden" und entspannten.

Am nächsten Tag fuhren wir Richtung "Dunedin". Doch zuvor machten wir noch Halt bei den "Moeraki Boulders".
Dies sind mystische Sammlungen großer grauer Steinkugeln und sind ein beliebtes Ziel für Touristen in dieser Region. Sie sind durch Erosion des sogenannten Schluffsteins entstanden, der hier an der Küste durch die Meereswellen sowie durch Wind und Regen über Millionen von Jahren regelrecht poliert worden ist.

 

Direkt danach besuchten wir den "Katiki Point", von dem man mit etwas Glück Pinguine und Robben zu Gesicht bekommt.
Zu Beginn sahen wir "nur" Robben, da wir nur auf die Strandebene achteten.

   

Als wir fast schon wieder gehen wollten entdeckten wir zufällig ein paar Meter neben uns etwa sechs Gelbkopfpinguine, zwei von denen sogar direkt aus nächster Nähe. Sie hielten sich wie wir eher auf den Hügeln auf, da sie von Robben gejagt werden und diese dort weiter oben nicht hinkommen.

Überglücklich ging es zurück zum Auto und wir fuhren zur "Baldwin Street" in Dunedin, die steilste bewohnte Straße der Welt. Mit einem Auto wie unserem hatten wir keinerlei Chance hinauf zu fahren, deshalb mussten wir unten parken und uns zu Fuß auf den Weg hinauf machen.
Man begegnete dort sehr vielen Touristen, die ebenfalls damit kämpften den "Berg" zu erklimmen. Gar nicht so einfach bei 30 Grad.

 

Danach brauchten wir erst einmal Erholung und fuhren zum "Brighton Beach" und legten uns dort den restlichen Nachmittag an den Strand. Dort schliefen wir dann auch in unserem Campervan, sodass wir wieder einmal einen schönen Sonnenunter- und Sonnenaufgang genießen konnten.

Am nächsten Morgen fuhren wir in die Innenstadt und durchliefen die belebte Stadt. Zwischendurch besuchten wir ein kostenloses Museum.

Danach legten wir uns in den Park und schliefen eine kleine Runde. Ja, das Backpacker-Leben ist schon anstrengend ;)

Nach einer weiteren Nacht, fuhren wir zum "Nugget Point". Leider war es diesmal sehr neblig und uns blieb eine tolle Aussicht auf die Küsten und das Meer erspart. Dennoch hatte es einen beeindruckenden Effekt, die lange Küste im Nebel verschleiert zu sehen.

Kurz darauf stoppten wir beim "Florence Hill Lookout".

Anschließend machten wir noch einen kurzen Halt bei den "Purakaunui Falls".

Danach ging es zum südlichsten Punkt auf der Südinsel. Von dort sah man das unendlich wirkende Meer.

Kurz darauf fuhren wir zum "Bluff", der Punkt der oft als der südlichste Punkt gehalten wird, was jedoch nicht stimmt. Jedoch konnte man auch von hier einen tollen Ausblick genießen.

  

Auf dem Weg dorthin, hielten wir noch bei einer weiteren schönen Aussicht.

Am nächsten Tag fuhren wir nach "Invercargill" und legten uns in den "Queens Park". Ein wirklich riesiger und bunter Park, bei dem man sogar verschiedenste Tiere, wie Schweine, Hasen, Rehe, usw. beobachten konnte. Jedoch waren diese leider eingesperrt, was in so einem Land mit so vielen freien Tieren sehr traurig wirkte.

Außerdem besuchten wir noch den "Gemstone Beach", der mit jeder Menge verschiedenfarbiger Steine beeindruckte.

 

Am Abend durften wir Alpakas auf einem Campingplatz füttern.

 

 

4. Südinsel Teil 1

 

Nach ca. dreistündiger Fährenfahrt waren wir nun in Picton auf der Südinsel angekommen.

Der Hafen von Picton eignet sich angeblich gut, um Stachelrochen beobachten zu können. Leider sahen wir außer ein paar Quallen und viel Benzin keine. Daraufhin spazierten wir noch durch die Stadt und durchstöberten ein paar Souvenirgeschäfte.

Anschließend waren wir noch am "Whites Bay" und am "Monkey Bay", dort konnten wir eine wunderschöne Aussicht aufs Meer genießen.

Am darauffolgenden Tag reisten wir weiter an der Ostküste nach Kaikoura.
Auf dem Weg dorthin konnten wir direkt neben der Straße entlang des "Mangamaunu Beach" unzählige Seerobben entdecken, die sich sonnten. Leider konnten wir hier nirgends stoppen, da sich entlang der kompletten Straße eine Baustelle befand.
Schließlich konnten wir am "Ohau Point Lookout" doch noch kurz halten und aus nächster Nähe eine Robbe begutachten.

Als wir dann endlich Kaikoura erreicht hatten, besuchten wir zunächst den "Kaikoura Seals Beach". Dort waren auf Anhieb jede Menge Robben zwischen den Steinen zu sehen und man konnte sich ihnen komplett nähern.

Auch einem Jungen mit einem riesigen Krebs in der Hand begegneten wir dort.


Als wir wieder fahren wollten entdeckten wir, dass es sich eine Robbe auf dem Fußgängerweg an der Straße gemütlich gemacht hatte.

Anschließend fuhren wir noch zum "Kaikoura Lookout" und hatten eine fantastische Aussicht über die Stadt, das Meer und die Berge.

Am nächsten Tag parkten wir unser Auto in der Innenstadt und machten uns auf den Weg zu Fuß durch die Stadt.
Dort kamen wir an einem Infohaus für "Whale Watching" vorbei und ließen uns dort kurz beraten. Neben der klassischen Bootstour, gab es noch das Angebot, die Wale im kleinen Flugzeug, oder aus dem Helikopter heraus zu beobachten. Die Bootstour wäre drei Stunden gegangen und wir wurden davor gewarnt, dass dort sehr starker Seegang herrscht. Da wir wussten, wie das für uns enden würde, entschieden wir uns direkt und spontan für den Helikopterflug. Dieser sollte direkt in einer halben Stunde beginnen. Wir begaben uns auf den Weg zum Helikopterstellplatz und wurden über nötige Sicherheitshinweise aufgeklärt. Daraufhin stiegen wir mit einem anderen Pärchen und dem Piloten in den Helikopter und starteten den rund 30-minütigen Flug.
Zuerst konnten wir die schöne Stadt und die Berge von oben betrachten und dann flogen wir raus aufs Meer. Schon nach ca. 15 Minuten fanden wir einen "Sperm Whale", der um die 19 Meter lang war. Wir umkreisten ihn mehrere Male, damit jeder genügend Fotos schießen konnte. Der Helikopter hielt Funkkontakt zu zwei "Whale Watch"-Booten, die dann auch schon angefahren kamen. Zudem umkreiste auch das kleine Flugzeug den Wal. Anschließend flog er noch über die traumhaften Buchten und landete danach wieder auf dem Punkt, von dem wir zuvor gestartet waren.
Wir waren überglücklich so etwas tolles gemacht zu haben und können dies nur weiterempfehlen!

   

Bevor wir weiter reisten, gingen wir wieder in die Stadt, dort konnten wir zufälligerweise noch ein paar faszinierende Wandmalereien in den Seitengassen bewundern.
Kaikoura gehört absolut zu meinen Favoriten bis dato!

Noch am selben Abend zog es uns dann noch ins "Thermal Wonderland" in Hanmer Springs.
Im Outdoor Poolbereich konnten wir in verschiedenen Hot-Pools gemütlich entspannen.

Einen Tag später reisten wir weiter nach Christchurch. Dort angekommen gingen wir erst einmal in die Innenstadt und klapperten ein paar Shopping-Zentren ab. Da ich eh noch auf der Suche nach einem kleineren Wanderrucksack für unsere Tagesausflüge war, traf es sich gut, dass ich zufälligerweise eine Filiale von "Macpac" entdeckte. Dies ist ein bekannter Laden für Wanderartikel in Neuseeland. Dort gab es auf alle Rucksäcke 40% Preisnachlass. Da ich mich zwischen zwei Varianten, einen mit 26 Liter und einen mit 35 Liter, nicht entscheiden konnte, kaufte ich gleich beide zu einem Schnäppchenpreis.
Mein normaler Eastpak-Rucksack war definitiv nicht für längere Wanderungen geeignet, da Flasche oder Essensbox in den Rücken drückten.

 

Anschließend besuchten wir die Container-Mall, dort bestanden alle Geschäfte aus einzelnen Schiffscontainern, da der Großteil der Einkaufszentren vor einigen Jahren von einem Erdbeben zerstört worden war.

Einen kleinen Fußmarsch entfernt, besuchten wir noch das "Canterbury Museum", welches kostenlos ist.
Es beherbergt neben ausgestorbenen Tierarten zudem noch die "50 Greatest Photographs" von National Geographic, dies sind Fotos aus aller Welt mit spannenden und interessanten Geschichten. Insgesamt sollen fast zwei Millionen Ausstellungsstücke im Museum aufbewahrt sein.

   

 

 

3. Nordinsel Teil 2

Zwei Tage nach Silvester fuhren wir zu einem Tipp von Lukas und Klemens, die wir kurz vor Silvester zufällig in Tauranga getroffen hatten, den "Omanawa Falls". Leider konnten wir sie nicht von nahen betrachten, da der Zugang wegen mehrerer Regentage geschlossen war. Uns blieb leider nur übrig, von oben Fotos zu machen.


So hätten wir die Wasserfälle genießen können, wenn das Wetter mitgespielt hätte:

Anschließend fand ich in einem Einkaufscenter in Tauranga endlich Wanderschuhe von Kathmandu. Zudem kaufte ich mir vier neue T-shirts und neue Schuhe von Vans.

Doch auch weiterhin regnete es mehrere Tage und wir wollten die tollen Sehenswürdigkeiten nicht bei schlechtem Wetter begutachten. Da es die folgenden Tage jedoch auch noch schlecht bleiben sollte, änderten wir unseren Plan und fuhren von der Ostküste zur Westküste rüber, in der Hoffnung hier gutes Wetter vorzufinden. Unser eigentlicher Plan bestand darin, zuerst die Ostküste fertig zu machen und anschließend auf die Südinsel zu fahren. Auf dem Rückweg nach Auckland hätten wir dann die Westküste fertig gemacht.
Jedoch war auch hier schlechtes Wetter.

An der Westküste machten wir einen kurzen Zwischenstopp an den "Bridal Veil Waterfalls" in Waikato.



Wir buchten eine Glowing Adventure Tour, bei der man im Inneren einer Höhle Glühwürmer betrachten konnte.
Wir bekamen eine komplette Ausstattung zur Verfügung gestellt, bestehend aus etwas komischer Kleidung, Gummistiefel und Helm. Unsere Gruppe bestand aus acht Leuten und wir folgten unserem Guide in das Abenteuer. Zu Beginn mussten wir einen steilen Abhang hinunter klettern. Da es regnete war dieser noch rutschiger. Da ich der Erste unserer Gruppe war, musste ich vorausgehen. Ich hatte dies ein bisschen auf die leichte Schulter genommen und rutschte vor der gesamten Truppe im Matsch aus. Nach kurzem Gelächter ging es dann etwas vorsichtiger den Hang hinab. Unten angekommen konnten wir den Eingang der Höhle erblicken. Das Wasser floss zwischen unseren Beinen hindurch. Gleich zu Beginn konnten wir direkt vor uns einen großen Aal sehen. Ein bisschen Schiss, was einen noch so begegnen würde, hatten wir schon. Vorsichtig ging es in die Höhle hinein. Bis auf unsere Helmlampen war es stockfinster. Das Wasser war nun höher als unsere Gummistiefel, sodass sich diese komplett gefüllt hatten und nun 10-Mal so schwer waren. Wir kletterten auf Steinbrocken durch die Höhlenlandschaft und durchquerten Gänge, in denen wir fast stecken blieben, da sie so eng waren. Da Carina grundsätzlich Platzangst hatte, war es für sie durchgehend eine Überwindung. Einen kleinen Durchgang mussten wir beide dann auch auslassen, da die Öffnung zu einer kleinen Höhle innerhalb der großen Höhle so eng war, dass man sich ein paar Meter durchquetschen musste. Nach fünf Minuten kamen die Anderen aber auch schon wieder zurück und die Tour ging auch für uns weiter. Als es dann noch einmal enger wurde, nahm Carina diesmal all ihren Mut zusammen und schaffte es auch mit Hilfe des sehr rücksichtsvollen und außerordentlich netten Tourguide durch den schmalen Spalt. Dort angekommen knipsten wir unsere Helmleuchten aus und durften ein atemberaubendes Deckenbild, welches aus unzähligen Glühwürmern bestand, bewundern. Leider konnte man dies nicht mit einer Handykamera festhalten. Egal wie oft man versuchte die strahlend leuchtende Deckenwand auf einem Foto zu platzieren, so wurde man immer mit einem komplett schwarzen Ergebnis enttäuscht.


Während der gesamten Tour machte unser Guide mit einer Art Nachtkamera heimlich Bilder von uns allen, die wir im Anschluß umsonst per Email erhielten.
Nach der insgesamt drei stündigen Tour saßen wir alle gemeinsam noch in der Zentrale zusammen und tauschten bei serviertem Tee und Keksen ein paar Reiseerlebnisse aus. Wer wollte, dem wurde eine warme Dusche zur Verfügung gestellt. Ein magisches Erlebnis und eins der aufregendsten Dinge, die ich bis dahin je gemacht hatte!
Hier ein kurzes Youtube Video, welches uns vorab zu unserer Tätigkeit überzeugt hatte:
https://youtu.be/dICvk__DHSY

Wer auf noch härtere Aktion steht kann diese Höhlen mit einer Black Water Rafting-Tour mit aufblasbaren Ringen innerhalb der Höhlen von Waitomo verbinden.
Video: https://youtu.be/vmmTsqf8xdQ

Spätestens bei diesem Angebot kommen Adrenalinjunkys auf ihre Kosten: "Haggas Honking Holes"
Hier durchquert man die Höhlen durch Abseilen in die Tiefe.
Video: https://youtu.be/QjFSkzxc5Tc

Oder für einen deutlich höheren Preis eine sieben stündige Tour bei der man sich zu Beginn 100 Meter abseilt: "Lost World Epic"
Video: https://youtu.be/I71oMEH0iWM
Noch mehr Adrenalin geht wohl kaum!



Am nächsten Tag besuchten wir "HairyFeet", ein Drehort des Hobbiton Films, der sich auf einer großen Farm befindet und von den Eigentümern aufrecht erhalten wurde. Wir buchten eine Tour und unsere Tourguide hatte Screenshots ausgedruckt und zeigte uns somit, welche Szenen von welchem Ort stammen. Manche Bäume und Felssteine waren exakt so erhalten, wie man sie im Film wiederfindet. Zudem erzählte sie uns Drehhintergründe und wir konnten an den einzelnen Stellen Szenen nachstellen und fotografieren. Leider jedoch hatten wir das schlimmste Wetter erwischt, was man sich für so eine Tour nur vorstellen konnte! Es regnete in Strömen und tolle Landschaft konnten wir deshalb kaum sehen. Wenn hier das Wetter mitgespielt hätte, hätten wir wirklich ein traumhaftes Landschaftsbild vor Augen gehabt. Wirklich schade!



Doch da auch weiterhin an der Westküste schlechtes Wetter herrschte und es die nächsten Tage nicht besser werden sollte, entschieden wir kurzfristig direkt an den südlichsten Punkt der Nordinsel zu fahren. Denn von Wellington konnten wir nun mit der Fähre zur Südinsel gelangen.

2. Farmwork & Nordinsel Teil 1

  

Unsere aller erste Nacht in unserem neugekauften Campervan wird unvergesslich bleiben. Einer der schlimmsten Nächte die ich bisher hatte. Zuerst mussten wir bei völliger Dunkelheit in einer Hügellandschaft bergauf und bergab fahren, wobei der Weg nur aus Kies bestand, ein Schlagloch dem anderem folgte und wir bei gefühlten 20 Kurven pro Minute bei jeder den meterhohen Abgrund striffen. Im Anschluss lies Carina die Autotür für 15 Sekunden offen stehen und da wir uns in einem sehr mückenreichem Gebiet befanden, waren wir nun mit 30 Mücken im Auto die ganze Nacht beschäftigt. Nach nur einer Stunde Schlaf und ca. 15 Stichen ging es dann am nächsten Tag zu McDonalds um freies Wlan abzugreifen und uns um weitere Bewerbungen kümmern zu können.

Nach einer Stunde bekamen wir einen Anruf und hatten einen Job in Dargaville auf einer Süßkartoffelfarm. Wir waren überglücklich, dass alles so schnell geklappt hatte. Wir konnten schon in drei Tagen dort beginnen.

Bevor wir in den Arbeitsalltag starteten, besuchten wir noch die "Piroa Falls", ein kleiner Wasserfall.

Am Tag darauf konnten wir endlich am "Mangawhai Heads Beach" einen entspannten Strandtag einlegen.

 

Dort angekommen begrüßte uns Debbie, die Frau unseres zukünftigen Chefs herzlichst. Zu unserer Freude wurden wir außerdem von Missy und Poppy, deren zwei liebevollen Hunden ebenfalls begrüßt.

Nach kurzem Smalltalk trafen wir auf Grant, unseren Chef. Er zeigte uns die ca. 300 Hektar große Farm, die er zusammen mit seinem Vater führt. Suckling & Son ist eins der fünf größten Süßkartoffel-Farms in Neuseeland und wir waren nun ein Teil davon. Auf der Farm gibt es eine Unterkunft für Backpacker, in der wir kochen und warm duschen konnten. Außerdem standen uns Kühlschränke und Gefrierfächer zur Verfügung, sodass wir ganz normal wie zu Hause unser Essen im fünf Minuten entfernten Supermarkt vorratsmäßig einkaufen und unterbringen konnten. Zusätzlich stand uns ein Billardtisch und eine Tischtennisplatte zur Verfügung. Zwei Flachbildfernseher, eine moderne Musikanlage und freies WLAN hatten wir ebenfalls. Zu modern darf man sich dies aber trotzdem nicht vorstellen, da es kein Hotel oder sonstiges in der Richtung war, sondern eine einfache Holzhütte inmitten von Feldern.
Wir mussten für unseren gesamten Aufenthalt nichts hierfür zahlen und damit sparten wir uns einiges an Geld! Auf jeder anderen Farm mussten Backpacker für ihre Unterkunft bezahlen, oder wenn keine zur Verfügung stand, mussten diese auf einem Campingplatz außerhalb schlafen und hierfür eine tägliche Gebühr blechen.
Für Backpacker, die kein Auto gehabt hätten, gab es noch Matratzen in der Unterkunft, jedoch schliefen alle Backpacker in ihren Campervans, da es dort nachts viel zu kalt war und es von Spinnen und sonstigen Insekten nur so wimmelte!
Ein Grund warum wir uns für Neuseeland und gegen Australien entschieden hatten war, dass wir nun keine Angst vor Schlangen oder giftigen Spinnen haben mussten. Die Spinnen, auf die man hier trifft, haben die Größe von klassischen schwarzen deutschen Kellerspinnen. Ich wiederum hasse Spinnen und werde den Anblick nie vergessen, als Grant uns zu Liebe ein paar Tage später die Wände in- und außerhalb der Unterkunft mit einem Spray bespritzte, dass alle Insekten herauslockte und vertreiben sollte. Ich sah hunderte von Spinnen nach und nach aus der Unterkunft kriechen - ein Anblick des Schreckens für mich!
Allerdings hatten wir danach auch, bis auf wenige Ausnahmen, eine spinnenfreie Unterkunft.
Um nicht jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren zu müssen, wurden uns Fahrräder zur Verfügung gestellt, um den ca. 10-minütigen Weg über die Farm zu meistern.
Außerdem zu erwähnen ist, dass wir jeden Abend traumhafte Sonnenuntergänge von unserer Unterkunft aus genießen durften.

Am nächsten Morgen, am 9. Oktober um 8:00 Uhr morgens, begann unser erster Arbeitstag. Wir wurden der Arbeitscrew, die größtenteils aus Einheimischen bestand, vorgestellt und uns wurde gezeigt, was unsere Aufgaben bis Weihnachten sein werden. Morgens wurden Pflanzen aus den Beeten abgeschnitten, anschließend wurden diese kontrolliert, kaputte, zu kurze, oder zu dünne aussortiert und schließlich die Auserwählten in eine Box gelegt. Eine Aufgabe, die für nahezu jede Person zu meistern war. Auf Dauer ein sehr einseitiger und langweiliger Job, jedoch auch einfaches Geld.
Bezahlt wurden wir wöchentlich nach Mindestlohn, mit 15,75 NZD pro Stunde.

Die fertig sortierten Boxen wurden an eine achtköpfige Crew, die Planter genannt wurden, weitergegeben. Diese waren dafür zuständig, die Pflanzen auf den Feldern in den Boden zu stecken. Dies geschah mit Hilfe eines Traktors, der eine Bank mit acht Sitzen über die Felder zog. Ein zusätzlicher neunter Mann war für das Wenden an jedem Ende der Bahn zuständig. Während der Traktor automatisch langsam gerade aus fuhr, lief er hinter den acht sitzenden Plantern her, und verbesserte fehlerhafte Einpflanzungen. Auf den Feldern herrschte reger Verkehr, da hier verschiedenste Traktoren zum Einsatz kamen, bis die Oberfläche bearbeitungsfähig, weich und in mehreren Bahnen zurecht lag.
Durch die in den Boden hineingesteckten Pflanzen wachsen dann die Süßkartoffeln heran, die übrigens hier Kumaras genannt werden. Allerdings dauert dieser Wachsvorgang bis ca. April und mit der Ernte werden wir somit nichts zu tun haben.

Alle Arbeiter, auf die wir hier trafen, waren überaus nett und interessierten sich auch sehr für andere Kulturen. Anfangs arbeiteten wir auch mit einer Gruppe von Mädchen, die die Schule abgebrochen hatten, zusammen. Es stellte sich zu unserer Verwunderung heraus, dass diese erst 14-16 Jahre alt waren. Wir schätzten sie auf Anfang 20. Wir wurden auch von einer 14-jährigen gefragt, ob wir denn am Wochenende mit ihnen trinken wollen würden.
Zudem waren hier sehr viele schon im sehr jungem Alter mit Tattoos übersät. Nahezu jeder Neuseeländer, auf den wir hier trafen, war tätowiert. Wir begegneten unzähligen Männern und Frauen beim Einkaufen, deren Gesichter komplett voll tätowiert waren.
Auch auf der Arbeit kamen wir mit Einwohnern in Kontakt, bei denen man beim ersten Anblick ein wenig schreckhaft war, jedoch stellte sich heraus, dass all diese die nettesten und gastfreundlichsten Personen waren, die man treffen konnte. Insgesamt war man das nicht gewohnt, wie nett viele hier auf Personen aus einem anderen Land und einer anderen Kultur reagierten. Es gibt hier jedoch auch viele Einheimische, die unerklärlicher Weise Neonazis waren und Hakenkreuze tätowiert hatten. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass viele dies von ihren Eltern übernommen hatten und auch eigentlich überhaupt nichts darüber wissen, was das alles eigentlich ist. Daher muss man auch nicht wirklich Angst davor haben, dass man egal aus welcher Herkunft man stammt, in einen Konflikt gerät. So zumindest war unser Eindruck.
Uns kam auch nichts weiter darüber zu Ohren und das Land war voll von Backpackern aus aller Welt, von denen wir einige kennen lernten und sonst was darüber erfahren hätten.

Jede Woche zogen neue Backpacker zu unserer Unterkunft, sodass unser Arbeitsteam stets wuchs. So bekamen wir ab der zweiten Arbeitswoche Gesellschaft von Jule und Selina - zwei deutschen Mädels, in der darauffolgenden von einem französischen Pärchen - Damian und Marie. Danach folgten Klemens und Lukas, zwei deutsche Jungs, anschließend Sandy und Kyle aus Canada. Ein weiteres deutsches Pärchen mit Markus und Lea folgten und zu guter Letzt Damian und Georgia aus England.
Nun waren wir 14 Leute mit zwei Toiletten, zwei Duschen und sechs Herdplatten.
Am Ende jedes Abends war man froh wenn man das Kochen, Abspülen, Essen für den nächsten Arbeitstag und Duschen geschafft hatte.
Die ersten zwei bis drei Wochen gingen recht schnell vorbei, jedoch zog es sich schon sehr bis Woche neun. Am Anfang mussten wir meistens vier mal die Woche von 8:30 Uhr - 16:00 Uhr arbeiten, jedoch folgten kurz darauf Arbeitszeiten von fünf mal die Woche 7:30 - 17:00 Uhr und danach des Öfteren sechs Tage Wochen mit über 50 Stunden Arbeit pro Woche. Die Arbeitstage und Zeiten waren sehr wetterabhängig. Bei schlechtem Wetter eher weniger Arbeit bei gutem mehr.

Nach ca. zwei Wochen wurde ich Teil der Planting-Crew. Da der Boden oftmals nur aus Steinen bestand, spürte ich die Finger der rechten Hand nach kurzer Zeit nicht mehr. Jedoch bemühte sich Grant darum, die Böden weich zu kriegen, sodass dies auch nach ca. zwei Wochen gelang und wir die meiste Zeit über angenehmen Untergrund hatten.
Für ungefähr drei Stunden wurde ich einmal eingewiesen, für das Traktorfahren der Plantingmaschine zuständig zu sein und somit die Aufgabe des neunten Mannes zu übernehmen. Jedoch war dies unter Zeitdruck und in englischer Sprache sehr schwer für mich nachzuvollziehen. Außerdem musste man dabei stets durch ein Walkie-Talkie mit allen Traktorfahrern und unseren Vorgesetzten in Kontakt stehen. Da man dem Englisch der Neuseeländer ohnehin nur sehr schwer folgen konnte und das Walkie-Talkie zur Hälfte nur aus Rauschen bestand, war mir das Risiko zu groß, wichtige Anweisungen nicht mitzukriegen und an möglichen Folgeschäden schuld zu sein. Dies teilte ich Grant genauso mit und durfte dann auch ohne Probleme wieder auf einen der acht Sitze auf der Rückseite des Plantingtraktors.

In der vorletzten Arbeitswoche bildeten sich Blasen auf meinem rechten Handgelenk. Diese sahen wie eine klassische Verbrennung aus, jedoch musste es meiner Meinung nach an einem Gummihandschuh liegen, den ich nur genau an diesem Tag trug und den meine Haut scheinbar nicht vertragen hatte. Mit Verband ging die Arbeit für mich ganz normal weiter. Nachdem die Blasen mit der Zeit aufgingen, musste ich feststellen, dass erst einmal leichte Narben bleiben würden.

Auch der Unterschied zu meiner ursprünglichen weißen Haut bleibt mir dank der Gummistiefel vorerst erhalten.

An einem anderen Tag bekam ich noch die Möglichkeit beim Schafescheren dabei zu sein. Wir trieben Schafe, deren Hinterteil dreckig war in eine Hütte, dort wurden ihre dreckigen Stellen am Gesäß mit einer Rasiermaschine abrasiert. Anschließend wurden sie wieder auf die Farm gelassen. Hierbei sprang jedes Schaf voller Freude beim Hinauslaufen auf die Farm einmal in die Höhe.

Jeden Dienstag wurde ein freiwilliges Fußballtraining in einer Halle für alle aus Dargaville angeboten. Dies ließ ich mir natürlich nicht entgehen. Ein wunderbarer Ausgleich zum Arbeitsalltag!

An den freien Wochenenden tätigten wir Ausflüge, um alles sehenswürdige, was der Nordteil der Nordinsel zu bieten hatte, mitzunehmen. So besichtigten wir zum Beispiel Cape Reinga, die Nordspitze Neuseelands. Hier konnte man zu Fuß bis zu einen Leuchtturm gehen und das volle Panorama genießen.


Außerdem nutzten wir die Möglichkeit Sandboarding auszuprobieren. Hier lieh man sich ein kleines Surfbrett aus und begab sich damit in die Sanddünen. Es war sehr schweißaufreibend, die hohen Sandberge zu erklimmen, machte jedoch Riesenspaß die Berge wieder herunter zu surfen. So einfach, wie es auch aussah, so musste man hier besonders aufpassen, da es schon zu mehreren Unfällen mit schlimmeren Verletzungen gekommen ist!

 


Am darauffolgenden Tag wollten wir den berühmten Ninety Mile Beach erkunden, jedoch vermieste uns ein strömender Regentag unseren Plan, sodass wir wieder heimfahren mussten und ihn auch zu einem späteren Zeitpunkt leider nicht mehr besuchen konnten. Der Ninety Mile Beach ist 88 Kilometer (55 Meilen) lang und ist bei Ebbe sogar offiziell ein Teil des Fernstraßennetzes mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h.
Generell beträgt die höchste hier zugelassene Geschwindigkeit, die ich bis jetzt gesehen hatte, 110 km/h. Da unser Auto eh nicht schneller ging, war das kein Problem.
Am 90 Mile Beach gibt es jedoch keinen Abschleppdienst, sodass Pannen oft mit dem Verlust des Autos an die Flut enden. Um nicht mit dem Auto im Sand stecken zu bleiben, solltest du nur mit Allradantrieb auf den 90 Mile Beach auffahren! Es werden jedoch auch Touren mit dem Bus angeboten, bei denen man die unendlich wirkende Länge des Strandes auf sich wirken lassen kann.
Hier ein Bild aus Google:

Auch ins einstündig entfernte Whangarei verschlug es uns, wenn es arbeitsfreie Tage zuließen. Dort besichtigten wir die Wasserfälle (Whangarei Falls).

Außerdem besuchten wir die "Whangarei Quarry Gardens", für uns einer der schönsten Gärten die wir besichtigen konnten. Ein Mix aus verschiedenen kunterbunten Pflanzen. Jeder Hobbyphotograph wird hier auf jeden Fall glücklich! Hier gibt es auch einen Wasserfall, der in einem kleinen See endet.

Eine tolle Aussicht hatten wir, als wir eine zwei stündige Wanderung auf den "Mount Manaia" tätigten. 

Enttäuscht wurden wir leider, als wir die "Mermaid Pools" in Matapouri besuchten. Dies sind Naturpools, die durch Felsen an der Küste entstanden sind und sich durch hohe Wellen füllen. Bei Ebbe kann man dann in diesen baden und das schöne Wetter genießen. Da wir jedoch bei Flut ankamen und es kein schönes Wetter war, war unser Ausflug umsonst.

So sieht es bei idealen Bedingungen aus: 

An einem anderen Wochenende zeigte uns ein Arbeitskollege, der von hier kam, den Baylys Beach, der von unserer Unterkunft etwa 20 Minuten entfernt liegt. Dort durfte man auch mit dem Auto auf den Sandstrand auffahren. Da unser Arbeitskollege einen Jeep besaß, konnten wir ohne Probleme den ganzen Strand entlang fahren. Zu unserem Entsetzen entdeckten wir dabei einen toten angespülten Babyhai. Daraufhin erzählte er, dass die Meere in Neuseeland voll von Haien sind und er schon öfter welche gesehen hatte. Von da an war für mich klar, dass ich nicht weiter aufs Meer hinausgehen werde, wie ich stehen konnte.

 


Direkt im Anschluss zeigte er uns noch den "Kai Iwi Lake", ein wunderschöner blauer See mit einem fantastischen Panorama. Man kann direkt am See auf einem Campingplatz übernachten.

 

Des Weiteren nutzten wir die freie Zeit, um den Waipoua Forest zu besuchen. Ein Naturschutzgebiet, das 25 Quadratkilometer Waldgebiet beinhaltet. Dort sind etwa drei Viertel der bekannten, fast ausgestorbenen neuseeländischen Kauri-Bäumen zu Hause.
Ein Weg führte uns zuerst zum 7. größten Kauri. Für mich war es der größte Baum, den ich bis dahin je gesehen hatte.

 

Daraufhin führte uns ein weiterer Weg zu den "Four Sisters", vier große, dicht beieinander stehende Kauris.

Und zu guter Letzt konnten wir noch den "Te Matua Ngahere", den zweitgrößten Kauri Neuseelands, der auch als Vater des Waldes gilt, betrachten. Sein Alter wird auf mehr als 2000 Jahre geschätzt und ist der älteste aller Kauris in Neuseeland. Sein Umfang beträgt 16,5 Meter und er ist 30 Meter hoch.

Wenn wir weitere 1,5 km gefahren wären, hätten wir noch den "Tane Mahuta" ("Gott des Waldes") sehen können. Jedoch wussten wir nicht, das sich dieser so nah befand und haben ihn deshalb leider nicht gesehen. Er ist der größte lebende Kauri Neuseelands und misst 51 Meter in der Höhe und hat einen Umfang von fast 14 Meter.

An einem anderen Wochenende besuchten Jule, Selina, Carina und ich das Kino in Whangarei, dort lief „Bad Moms 2".
Kurze Zeit darauf gingen wir vier noch einmal ins Kino, diesmal jedoch direkt in Dargaville. Dies ist ein viel kleineres Kino, welches auch gleichzeitig als Theater genutzt wird. Dort lief „Mord im Orient-Express".

Von Einheimischen bei der Arbeit erfuhren wir leider, dass wir wahrscheinlich keinen Kiwi sehen würden, da diese sehr versteckt leben und nur Nachts zum Vorschein kommen. Selbst die Neuseeländer mit denen wir geredet hatten, hatten nur zwei bis drei sichten können.
Da wir das Nationaltier Neuseelands aber unbedingt sehen wollten, besuchten wir das Kiwihouse in Whangarei.
Dort wohnt ein Kiwipärchen in einem großen Gehege, welches ein nachgebautes Waldstück beinhaltete. Dann wenn ihnen Futter an die Futterstellen gelegt wurde, wurden uns gute Chancen zugesagt, einen Kiwi sehen zu können. Und tatsächlich, wir hatten Glück und sahen beide für einen kurzen Augenblick. Ein zusätzlicher Bildschirm half uns zuvor mit Kameraaufzeichnungen aus dem Inneren ihres winzigen Häuschens, um sehen zu können, ob sie sich dort aufhielten.


Auf dem Grundstück des Kiwihouses befindet sich noch ein Museum, das wir ebenfalls besuchten. Dort bekamen wir Einblicke in die Kultur der hier lebenden Maori-Stämme.

Im Outdoorbereich befand sich der Heritage Park, hier konnten wir zwischen Gebäuden, die aus dem 19. und 20. Jahrhundert (Kolonial-Stil) stammen, umherwandern.

 

Ein absolutes Must-Do für uns war außerdem ein Rugby-Spiel in Neuseeland zu besuchen. Da die bekannten "All Blacks" sich leider ausgerechnet auf großer Europa-Tournee befanden, wo wir in ihrer Heimat waren, konnten wir sie nicht bejubeln. Wir hatten Glück, dass trotzdem die Rugby-League-WM hier stattfand. Obwohl dieses Turnier hier nicht so stark unterstützt wurde, waren Jule, Selina, Carina und ich froh Karten bekommen zu haben. In Auckland fand das Halbfinale zwischen Tonga und England statt. Ich denke, dass wir das beste Spiel des Turniers erwischt hatten, da die Fans von Tonga für überragende Stimmung sorgten. Unter den 30.000 Zuschauern befanden sich fast ausschließlich Fans von Tonga. Auch nachdem sie 0:20 zurücklagen wurde hier gefeiert ohne Ende! Gerade deshalb warteten wir aufgeregt auf die ersten Punkte von Tonga, um zusehen, was dann im Stadion für Stimmung aufkommen würde. In den letzten 15 Minuten geschah es dann endlich und das Stadion stand Kopf! Mit dem Schwung der ersten Punkte kippte das komplette Spiel und kurz vor Schluss stand es plötzlich 18:20. Mit dem Schlusspfiff gab es sogar noch die riesen Chance auf den Sieg. Trotzdem wurde die Niederlage wie ein Sieg gefeiert und auf den Straßen wurde gefeiert als hätte man das Turnier gewonnen. In allen Straßen um das Stadium sammelten sich die Fans von Tonga und hörten lautstark Musik, feierten und hupten auf der Straße. Ein unvergessliches Ereignis!

Kurz bevor unsere gemeinsame Arbeitszeit endete, besuchten wir und die anderen Backpacker aus unserer Unterkunft noch einmal Whangarei um Paintball zu spielen.
Für mich war es das erste Mal Paintball. In einem hügeligen Wald teilten wir uns in zwei Teams auf und eröffneten für 90 Minuten das Feuer. Eingepackt bis oben hin, um mögliche Schmerzen zu verhindern, begaben wir uns in den Kampf. Schon nach fünf Minuten musste ich feststellen, dass ich noch nie zuvor so geschwitzt hatte und mir der Schweiß nur so unter der Maske herunter tropfte.
Das Fazit nach ein paar blauen Flecken und Blutergüssen waren außerdem eine kleine Platzwunde an meinem Kopf durch einen Kopfschuss aus kürzester Distanz und einer etwas schwereren Verletzung von meiner Freundin Carina. Sie hatte das Kunstwerk geschafft gegen Ende des Spiels jeweils mit beiden Füßen einmal umzuknicken, sodass sie nicht mehr laufen konnte.
Am Abend waren wir bei einer netten Einheimischen aus unserer Arbeit zum Essen eingeladen, jedoch mussten wir aufgrund stark auftretender Schmerzen an Carinas Fuß den Aufenthalt nach ca. zwei Stunden abbrechen. Am nächsten Tag mussten wir ins Krankenhaus, sie bekam Krücken und einen Termin zum Ultraschall. Wir konnten nur beten, dass nichts gebrochen war und wir nicht schon nach kurzer Zeit, in der wir fast nur gearbeitet hatten, wieder heim fliegen mussten.
Zum Glück stellte sich heraus, dass kein Bruch vorlag und sie in ca. drei Wochen wieder schmerzfrei gehen könne.
Tiefste Erleichterung!

Krücken

Wie man sieht, haben wir trotz der vielen Arbeit sehr viele Ausflüge schaffen können.
Zwei Tage vor Weihnachten wurden wir dann auch endlich mit der Arbeit fertig. Nach dem letzten Arbeitstag wurde dann noch gemeinsam mit den Arbeitskollegen gegrillt und es wurde uns Bier zur Verfügung gestellt. Anschließend wurde noch bei einem einheimischen Arbeitskollegen ordentlich weiter gefeiert!

Auch gebackene Kekse meiner Freundin und weihnachtliche Musik ließen nicht wirklich Weihnachtsstimmung aufkommen. Mir war es eigentlich egal, da ich kein großer Fan von Schnee und Kälte bin. Bei sommerlichen Temperaturen aßen wir zusammen mit den deutschen Backpackern aus der Unterkunft, alle anderen waren bereits abgereist. Am Abend tranken wir bei lauter Musik zusammen und spielten Beerpong.

Insgesamt kann ich sagen, dass es perfekt war, nach unserer Ankunft gleich zu arbeiten, da das Wetter noch nicht so schön war und wir nun zum Sommerbeginn genügend Geld verdient haben, um die schönsten Monate arbeitsfrei genießen zu können.
Da wir durch die Arbeit die ersten drei Monate nur den oberen Teil der Nordinsel machen konnten, verlängerten wir nun unsere Neuseelandreise bis zum 1. März. Außerdem konnten wir nun auch Thailand direkt im Anschluß von drei auf fünf Wochen ausweiten.

Da ich mit meiner Freundin natürlich immer auf Deutsch rede, war es für mich sehr wichtig hier während der Arbeit fast nur englischer Sprache ausgeliefert zu sein, um mein Englisch zu verbessern. Daher war für mich das Arbeiten hier sehr wichtig und hat mir zusätzlich einiges an unvergesslicher Lebenserfahrung eingebracht.

Kurz darauf verließen wir die Unterkunft, um uns am Boxing Day (2. Weihnachtsfeiertag) im Auckland City Outlet auszutoben, denn dort waren jede Menge Artikel bis zu 80% reduziert. Solch einen Ansturm hatte ich zuvor noch nie gesehen, teilweise waren die einzelnen Filialen, wie Puma oder Nike zwischenzeitlich wegen Überfüllung geschlossen und es bildeten sich lange Schlangen davor. Es glich einer Raubtierfütterung. Schon nach kurzer Zeit verging mir die Lust und ich wartete lieber vor den Läden auf Carina. Bei North Face staubte sie z.B. reduzierte Wanderschuhe ab.

Am nächsten Tag besuchten wir den "Hamilton Garden". Dort gab es verschiedene Gärten, wie z.B. einen italienischen Garten, einen chinesischen Garten, oder einen modernen Garten. Bei hervorragendem Wetter verbrachten wir dort unseren Vormittag. 

 

Am frühen Nachmittag machten wir dann noch eine dreistündige Wanderung entlang der "Blue Springs". Dort konnten wir glasklares Wasser bestaunen, welches sich in atemberaubender Natur befand.

Im Anschluss besuchten wir einen Campingplatz mit traumhafter Aussicht in Matamata. Denn hier hatten wir uns mit Jule und Selina für Hobbiton am darauffolgenden Tag verabredet. 

Um 8 Uhr morgens ging es los, wir besuchten das nur fünf Minuten entfernte weltbekannte Hobbiton (im Deutschen als Hobbingen bekannt) - der Ort an dem Herr der Ringe und Hobbits gedreht wurde. Von dort aus fuhren wir mit einem Tourbus weiter durch die traumhaft saftig grüne über 1000 Hektar große Hügellandschaft die man aus den Filmen kennt. Das perfekte Wetter und ein wolkenfreier blauer Himmel, spielte uns natürlich in die Karten.
Als der Bus schließlich stoppte, führte uns ein Guide für 90 Minuten durch das Filmset. Nebenbei erzählte er uns interessante und witzige Filmhintergründe und man konnte Fotos von allen Hobbit-Höhlen machen. Anschließend wurde man im grünen Drachen noch zu einem Getränk eingeladen. Der einzige Nachteil war, dass die Touren ein bisschen zu überfüllt waren. 80 NZD waren es insgesamt aber total wert und der Spaziergang durch Mittelerde ist auf jeden Fall zu empfehlen. Da es ein Geburtstagsgeschenk von Carina an mich war, konnte ich es umso mehr genießen. Es gibt auch Abendtouren bei denen alles wunderschön beleuchtet ist und man im Grünen Drachen zu Abend isst, jedoch kosten diese etwas mehr. Hobbiton kann man nur mit einer Tour besuchen und man muss diese einige Tage oder Wochen im Voraus buchen, da sie meistens ausgebucht sind.

 

 

Nach Hobbiton gingen wir vier in der Innenstadt zu einem Italiener Mittagessen. Es war das erste Mal, dass wir in Neuseeland ein Restaurant besuchten und es schmeckte hervorragend.


Nach kurzer Planung entschieden wir uns nach Rotorua weiterzufahren.
Dort besichtigten wir in der Innenstadt blubbernde Mud Pools. Es stank wiederwertig nach Schwefel. Da es unzählige dieser Mud Pools dort gab, stank die komplette Stadt nach Schwefel. Der Geruch von Schwefel gleicht dem Gestank von verfaulten Eiern. Es war kaum auszuhalten.


Danach ging es auf einen Markt in der Stadt. Dort fanden wir die erste Breze, die wir in Neuseeland bisher gesehen hatten. Die Freude war riesig und wir kauften gleich eine große Breze.
Kurz darauf fanden wir auch noch einen Stand eines deutschen Ehepaares, das original deutsche Bratwurstsemmeln verkaufte. Auch hier griffen wir ohne zu zögern zu. Es schmeckte hervorragend!

Am nächsten Tag besuchten wir den "Redwoods Treewalk". Hier waren 23 Hängebrücken in sechs bis zwölf Metern Höhe in Mitten des Waldes miteinander verbunden. Eine etwas andere Methode eine Wanderung durch einen Wald zu bestreiten. Man konnte die 115 Jahre alten Redwood-Bäume begutachten.
Wenn man den Redwoods Treewalk am Abend bei Einbruch der Dunkelheit besucht, ist der Wald in bunten Lichtern geschmückt, die unter anderem in den Baumkronen befestigt sind.

 

Im Anschluss besuchten wir noch das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Dies ist ein Geothermalgebiet, in dem sich Krater, heiße Quellen, durch Minerale gefärbte heiße und kalte Teiche befinden. Außerdem sind dort Tümpel sowie Schlammteiche, aus denen Gase vulkanischen Ursprungs aufsteigen und an der Oberfläche als Schlammblase zerplatzen, vorzufinden. Es zählt zu den größten Thermalgebieten Neuseelands. Das Highlight ist der dampfende und aus vielen bunten Farben bestehende "Champagner Pool". Auch hier war der Gestank sehr extrem, sodass Carina beinahe abbrechen musste.
In einem Areal, das einen Kilometer entfernt liegt, hätten wir noch einen Geysir ("Lady Knox Geyser") sehen können. Dieser spritzt zu bestimmten Zeiten 10-20 Meter hohe Fontänen in die Luft. Jedoch war uns das zu teuer und wir verzichteten darauf!

 


Anschließend war auch schon Silvester. Unser eigentlicher Plan weiter entlang an der Ostküste bis Gisborne zu reisen, um dort den ersten Sonnenaufgang 2018 auf der Welt zu sehen, ging leider nicht auf. Es ist ein zu bekannter Hotspot für Silvester um dort noch kurzfristig einen Platz für unseren Campervan zu kriegen.
Also entschlossen wir uns dazu Silvester in Tauranga an einer Strandpromenade in verschiedenen Bars gemeinsam mit Jule, Selina und Jan, Thorben, Maike, Vivien, die wir alle vier zuvor an unterschiedlichen Campingplätzen kennen gelernt hatten, zu feiern. Da auf der öffentlichen Straße striktes Alkoholverbot herrschte, trafen wir uns alle in einem Park und tranken vor. Danach gingen wir gemeinsam in die Bars. Pünktlich um 24:00 Uhr gab es am Strand ein kleines Feuerwerk. In Neuseeland ist es nicht üblich, dass alle ihre eigenen Böller zünden. Dies geschieht hier nur an Halloween, da gibt es dann für jeder Mann Feuerwerkskörper in den Einkaufsläden zu kaufen.

 

1. Start in Auckland

 

 

Kia ora, 

<3

ich heiße Stefan und reise gemeinsam mit meiner Freundin Carina durch Neuseeland. Geplant sind vorerst vier Monate hierzubleiben und anschließend für drei Wochen nach Thailand zu reisen. Ich schreibe diesen Eintrag, um meine Familie und Freunde auf dem Laufenden zu halten. Jedoch ist er ebenso für jeden geeignet, der überlegt nach Neuseeland zu reisen, da er einige wichtige Informationen, Tipps und mögliche Sehenswürdigkeiten enthält.
Viel Spaß! :)

 

Nach 22-stündigem Flug und zwischenzeitlichen vier Stunden Aufenthalt in Dubai war es endlich geschafft, wir waren mit dem Airbus A380-800 am 27.09.2017 am Flughafen von Auckland in Neuseeland gelandet!

Für die ersten acht Nächte waren wir im YHA Auckland International Hostel untergebracht. Zur Verfügung standen uns u.a. WLAN, Waschmaschine und eine große Gemeinschaftsküche. All dies wurde mit Backpackern aus aller Welt geteilt. Die Tage in Auckland verbrachten wir häufig mit Bella und Dave, ein Paar, das in Carinas Klasse ging und sich ebenfalls für work and travel in Neuseeland entschieden hatte.

Bella & Dave

Die wichtigsten zwei Dinge, die es in dieser Woche zu erledigen galt, waren erstens einen Campervan zu organisieren, in dem wir schlafen konnten und zweitens einen Job zu finden, um genügend Geld zu verdienen, um das große Abenteuer nicht schon frühzeitig als beendet erklären zu müssen.

Zum Einen ist ein eigenes Auto notwendig, da Hostels auf Dauer viel zu teuer sind und zum Anderen kann man nur so die verschiedensten Sehenswürdigkeiten bereisen. In den Naturgebieten gibt es auch meistens keine Hostels, sodass man mit dem Auto auf zugelassenen Campingplätzen übernachten muss. Freies Wildcampen wo man möchte ist nicht erlaubt!

Da wir unsere Reise über die Agentur Praktikawelten in München gebucht hatten, haben wir jederzeit die Möglichkeit die Zentrale der Agentur IEP in Auckland zu nutzen. Dort haben wir für unsere komplette Reise Ansprechpartner und bekommen Beratung, Hilfe und Unterstützung. Uns wurden auch Reiseführer, ein Aushang mit möglichen Arbeitsstellen und Computer zur Verfügung gestellt, um unsere Lebensläufe zu schreiben und unsere Route vorzuplanen. Außerdem bekamen wir dort unsere Simkarten von Vodafone mit einer neuseeländischen Handynummer und eine Steuernummer (IRD-number), um in Neuseeland arbeiten zu können. Außerdem erhielten wir dort ein eigenes Bankkonto mit Bankkarte der ANZ-Bank. 

Durch das Buchen über die Agentur hatten wir den Vorteil, dass sich die Agentur um all dies kümmerte und uns so die ersten Probleme erspart blieben.

Während unserer ersten Tage in Auckland wurde unsere Vorfreude auf ein Naturparadies gedämpft. Eins war uns schnell bewusst, wir wollten schnellstmöglich raus aus der überfüllten Innenstadt und rein ins große Abenteuer.

Wir hatten vorab zwei Fährenfahrten von Auckland nach Waiheke Island und für einen anderen Tag von Auckland nach Rangitoto Island gebucht.
Diese Tagesfluchten aus dem Betondschungel Auckland waren auch sehr notwendig, da wir so die ersten Eindrücke schönster Landschaft sammeln konnten und unsere Vorfreude so wieder stieg.

Flucht aus Auckland Erste Eindrücke Fähre Auf der Fähre


Waiheke Island ist eine Insel mit weißem Sandstrand, traumhaften Buchten, zahlreichen kleinen Restaurants, Boutiquen und Cafes. Ein absolutes must-do!

 Fähre . Waiheke Island Waiheke Island Waiheke Island Waiheke Island Waiheke Island


Rangitoto Island ist eine inaktive Vulkaninsel, übersät mit Lavafeldern, bei der man leicht bis auf die Spitze klettern kann und von dort aus eine wunderschöne Aussicht genießen kann.

Rangitoto Island Rangitoto Island

Kiwi Lava

Außerdem buchten wir eine Tour, bei der wir die Waitakere Ranges besichtigen konnten. Dies ist eine Hügelkette, die sich über eine Strecke von 25 km in Nord-Süd-Richtung erstreckt, bedeckt von über 16000 Hektar Regenwald und Küstenlandschaften.
Wir besuchten den Waitakere Ranges Regional Park, der beispielsweise die Kitekite Falls, dies ist ein dreistufiger Wasserfall mit einer Höhe von 40 Meter, beinhaltet.
Anschließend hielten wir für zwei Stunden am Piha Beach auf, der aus schwarzem Sand besteht. Dort befindet sich der Monolith Lion Rock, der den Strand in zwei Teile aufteilt. Wir wanderten diesen hinauf und hatten eine fantastische Aussicht.

Waitakere Ranges Piha Beach Lion Rock Aussicht Lion Rock  Auf dem Lionrock Kitekite FallsKitekite Falls 1Kitekite Falls 2. Kitekite Falls

Zurück in Auckland holten uns die Pflichtaufgaben, wie der Autokauf wieder ein. Dieser stellte sich als äußerst schwierig dar, da wir beide wenig Ahnung vom Inneren eines Motors hatten und eventuelle Mängel nicht erkennen würden.

Die Backpacker-Autoverkaufsgruppen in Facebook waren zwar reich an Angeboten, jedoch musste man sich hier schnell entscheiden, da sich alle wie wild darauf stürzten. Daher würde ein ein Autocheck des AA, was dem ADAC in Deutschland gleich kommt, entfallen, da hier eine Wartezeit anfällt, um einen Termin zu erlangen. Die Meisten kaufen hier also auf Risiko. Wir rieten jedoch von Risikokäufen ab, um schlechten Erfahrungen, die wir von anderen Backpackern in diversen Facebookgruppen gelesen hatten, aus dem Weg zu gehen.

Denn falls der Autokauf sich als Flop erweisen würde und wir im Nirgendwo plötzlich liegen bleiben würden, wir dann hohe Reparaturkosten hätten, oder gar ein neues Auto kaufen müssten, wäre das Budget von 3000 Euro, welches man zur Einreise mit dem Work and Holiday Visum auf dem Bankkonto einer Kreditkarte haben musste, aufgebraucht.

Wir entschieden uns daher das Auto bei einer Firma namens Elements zu kaufen, die mit der Agentur zusammen arbeitet. Uns schien es sicherer, dass falls Probleme auftreten sollten, wir uns jederzeit an unsere Agentur wenden konnten.

Beim Kauf entschieden wir uns zudem eine Rückkaufoption zu buchen (500NZD = ca. 295 Euro). Dies bedeutet, dass die Firma uns das Auto am Ende unserer Reise für 50-60% wieder abkauft. Uns bleibt aber die Option offen, das Auto auch an andere Firmen oder Backpacker zu verkaufen. Da wir und auch die meisten anderen Backpacker jedoch am Ende des Sommers Neuseeland verlassen, wird es eher schwer potenzielle Käufer zu finden. Zu dieser Zeit werden viele ihr Auto los werden wollen, daher ist die Buyback-Option eine gute Investition.
Einen kompletten Motorcheck im Wert von 1500 neuseeländischen Dollar buchten wir für ebenfalls 500 NZD dazu. Hierbei wurden alle wichtigen Motorteile komplett erneuert.
Da bei alten Campervans mit teilweise über 200 000 Kilometern häufige Reparaturen anfallen könnten und eine Arbeitsstunde in neuseeländischen Werkstätten angeblich 60 NZD kosten, war es fast ein Muss diese Option zu ziehen.
Vor Ort schlossen wir direkt noch eine Autoversicherung ab, die für beide von uns galt. Der Großteil schließt diese bei der AA ab. Auf jeden Fall zu empfehlen ist eine Steinschlagschutzversicherung mit abzuschließen, da viele Straßen nur aus Kies bestehen.

In Deutschland erweiterte ich meine ADAC-Mitgliedschaft zur Plus-Mitgliedschaft. Diese konnte ich dann in Neuseeland mit der neuseeländischen Plus-Mitgliedschaft verknüpfen. So kann ich auch hier bei möglichen Pannen auf die Hilfe des AA zurückgreifen.

Unseren letzten Tag in Auckland verbrachten wir kurzzeitig im Sky Tower, von dem man rundum die größte Stadt Neuseelands überblicken kann. Das Panorama des größten Gebäudes der Südhalbkugel zeigt beispielsweise die Harbour Bridge und die über 50 Inseln rund um Auckland. Der Sky Tower bietet ebenso Bungee Jumping, bei dem man 192 Meter tief Richtung Asphalt springen kann.

Sky Tower Sky Tower

Bis auf diesen Anblick war das Schönste für alle Landschaftsliebhaber an Auckland jedoch, Auckland wieder zu verlassen.

Dies taten wir dann auch am darauffolgenden Tag. Wir fuhren mit unserem neuen mobilen Zuhause los ins große Abenteuer.

Unser Campervan